Schule als Ort des sozialen Lernens in der Kindheit Afrikanischer Visionäre

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29.09.2018, 17 Uhr – 20 Uhr / Pohlstr. 60/62, 10785 Berlin
(offene Veranstaltung / kostenloser Eintritt / auf Deutsch)

Lesung mit Joe Dramiga

In dem Buch „Visionäre Afrikas“ schreiben rund vierzig Afrikanische Autor*innen  über ihre persönlichen Afrikanischen Held*innen. Die in diesem Buch porträtierten Afrikaner*innen haben ihr Leben auf Träume ausgerichtet, angefangen vom Traum von der Versorgung mit sauberem Wasser bis hin zum Traum von einer gerechteren Gesellschaft. Sie haben all ihr Können und ihre ganze Tatkraft daran gesetzt, dass die Träume wahr werden. Sie haben das Leben in Afrika verändert und bereichert. Es sind Geschichten von Frauen und Männern, die vom Leben in Würde erzählen, von dem beharrlichen Kampf um Selbstbestimmung und der Sehnsucht nach der politischen Einheit aller Afrikaner*innen. Sie erzählen auch wie die Kolonisierung Afrikas den Lebensalltag der Afrikaner*innen seit Jahrhunderten prägt.

Wir wollen in dieser Lesung über die schulischen Erfahrungen dieser Afrikanischen Visionär*innen sprechen. Erfahrungen in der Schule prägen früh die Persönlichkeit, machen gesellschaftliche Unterschiede (manchmal schmerzhaft) sichtbar und wecken das Bewusstsein für machtkritische Ansätze in der Bildungsarbeit. Ob junge Menschen in der Zivilgesellschaft selbstbewusst Verantwortung übernehmen oder ohne Eigeninitiative mitschwimmen. Das entscheidet sich auch in der Schule.

Was können Afrikanische Schüler*innen heute aus diesen Erfahrungen lernen? Wie deckt sich das mit ihren eigenen schulischen Erfahrungen? Wie unterscheiden sich Integration und Assimilation im deutschen Schulalltag?

Joe Dramiga: Joe Otim Dramiga ist gebürtig aus Uganda und betreibt seit acht Jahren den Wissenschaftsblog „Die Sankoré-Schriften“. Er war Projektberater und Übersetzer bei dem Portraitband „Daima – Images of Women of Colour in Germany“ und Mitautor der Schwarzen Lyrikanthologie „Arriving in the Future: Stories of Home and Exile“.