Erinnerungskultur am Beispiel des deutschen Kolonialismus: Ein Mahnmal im Afrikanischen Viertel?

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Teaser für die ersten sieben Abende des offenen Seminars:

1.Termin: Einführungstermin zum offenen Seminar
Mittwoch 25.10.2017, 18-21 Uhr

Dieser erste Abend dient als Einführungstermin in welchem das offene, mehrmonatige Seminarvorhaben zum Thema der Kolonialgeschichte (in Deutschland) und einem damit verbundenen, geforderten Denk-/Mahnmal im Afrikanischen Viertel in Berlin vorgestellt wird.

An diesem Abend beginnen wir gemeinsam Gedanken, Fragen, Erwartungen, Wünsche und Vorschläge zum Thema Kolonialismus, zum Denk-/Mahnmal und zum Seminar selbst zu sammeln. Der mehrmonatige Prozess dient uns dazu um einen zeitgemäßen Umgang mit dem Thema Kolonialismus und Denk-/Mahnmal zu finden.

Mit: Angelo Camufingo, Yonas Endrias, Akinola Famson, Mansour Miss Kanakassy, Kristina Leko, Valentina Rozas-Krause, den Teilnehmer*innen des Projektes und allen Besucher*innen des Abends!

2. Termin: Vier Fallstudien zu Erinnerungsorten und ihren Communities
Mittwoch 01.11.2017, 18-21 Uhr

Valentina Rozas-Krause ist eine Architektin spezialisiert auf Urban Planning und forscht derzeit in ihrem Ph.D. zu verschiedenen Erinnerungsorten, ihrer Geschichte und die der Bevölkerung.
Sie beginnt ihren Vortrag mit einer Übersicht von Begriffen die für Erinnerungsorte verwendet werden.
Im Zweiten Teil gibt sie Einblicke in vier verschiedene Ortssituationen und deren variierenden politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Aus diesen vier sehr unterschiedlichen Erinnerungsprozessen wollen wir für unser Projekt lernen. Es folgt eine Diskussion mit allen Anwesenden über die vorgestellten Orte – und welche Richtung wir mit unserem Projekt einschlagen möchten.

Mit: Valentina Rozas-Krause und allen Anwesenden!

3. Termin: Artist Talk und Workshop mit Mansour Ciss Kanakassy
Mittwoch 08.11.2017, 18-21 Uhr

Am heutigen Abend ist der Künstler Mansour Ciss Kanakassy bei uns zu Gast. Im ersten Teil des Abends hält er einen Vortrag über seine politische Kunst.

Im zweiten Teil des Abends findet ein interessanter Workshop mit der ganzen Gruppe statt.

Mit: Mansour Ciss Kanakassy und allen Teilnehmer*innen des Abends.

4. Termin: Widerstand der Schwarzen Community
Mittwoch 15.11.2017, 18-21 Uhr

Dieser Abend dient dazu einen Einblick in die Genese des Widerstandes sowie in die jetzige Situation vor Ort (Berlin und Deutschland) aus der Perspektive von Akteur*innen und Vereinen der Afrikanischen bzw. Schwarzen Communities zu erhalten.

Vertreter*innen für folgende Vereine und Projekte sind heute Abend zu Gast und berichten über ihre Tätigkeiten:

Projekt LEO (Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel), Afrika-Rat Berlin Brandenburg, Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland, ADEFRA (Schwarze Frauen in Deutschland), ISD (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland), ENDPAD (European Network for People of African Descent), BLM (Black Lives Matter), SDHG (Schwarze Diaspora Hochschulgruppe Uni Potsdam), Ujamaa Culture Center.

Mit: Vertreter*innen der anwesenden Vereine und Projekte sowie allen Anwesenden!

5. Termin: Kolonialismus
Mittwoch 22.11.2017, 18-21 Uhr

Im ersten Teil des Seminars erhalten wir von Amel Ouaïssa eine allgemeine Einführung zum Thema Kolonialismus. Eine strukturierte Zusammenfassung wird gerade für die vielen Teilnehmer aus anderen Kulturkreisen von Interesse sein und Anderen als Auffrischung dienen.

Im zweiten Teil werden wir gemeinsam über das Thema Kolonialismus diskutieren und uns die Auswirkungen bis zum heutigen Tag bewusst machen sowie was diese für unser offenes Seminar bedeuten.

Mit: Amel Ouaïssa und allen Besucher*innen des Abends!

6. Termin: Rassismus und Alltagsrassismus
Mittwoch 29.11.2017, 18-21 Uhr

Heute werden Shaheen Wacker und Angelo Camufingo im ersten Teil des Seminars über Rassismus und Alltagsrassismus mit uns sprechen.

Durch diesen Vortrag und unsere folgende Diskussion sollen die Teilnehmer ein besseres Verständnis entwickeln und verschiedenste Begriffe und Bezeichnungen zu diesen Themen sammeln. Wir werden eine kollektive Kommunikationssprache für unsere Gruppe definieren.

Mit: Shaheen Wacker, Angelo Camufingo und allen Anwesenden!

7. Termin: Afrofuturismus – Durch Kunst zur Zukunft
Mittwoch 06.12.2017, 18-21 Uhr

Ziel dieser Session ist es, einen Einblick in die ästhetische Ausdrucksform des Afrofuturismus zu erhalten und sich davon inspirieren zu lassen, wie diese Ästhetik so viel Potential, Kunst, Widerstand und Selbstbestimmung in sich vereint.
Nach einer Einführung von Angelo Camufingo schauen wir uns in Gruppen verschiedene Künstler*innen und ihre Werke an. Wir lesen verschiedene, kurze Texte und tragen anschließend Interpretationen, Eindrücke und Ergebnisse zusammen.
Was können wir von solch einer Bewegung lernen und wohin kann sie uns bringen?

Mit: Angelo Camufingo und allen Teilnehmer*innen.

8. Termin: Offene Diskussion & Ideenaustausch
Mittwoch 13.12.2017, 18-21 Uhr

Im heutigen Seminar wollen wir uns die Zeit und den Raum nehmen über die bereits stattgefunden Sitzungen zu diskutieren, Ideen und Vorstellungen auszutauschen und den aktuellen Stand sowie Wünsche und Vorstellungen zu teilen und festzuhalten.

Mit allen Teilnehmer*innen

9. Termin: …
Mittwoch 20.12.2017, 18-21 Uhr

10. Termin: …
Mittwoch 03.01.2018, 18-21 Uhr

11. Termin: Seminar Rück- und Ausblick
Mittwoch 10.01.2018, 18-21 Uhr

In dieser Sitzung wird zusammengefasst was wir bis jetzt im Seminar gemacht haben und es wird über Stand der Dinge in Politik und Verwaltung im Bezug auf ein Denk-/Mahnmal zur Kolonialgeschichte berichtet. Ein Plan für die nächsten 6 Termine wird vorgelegt, welcher auch Wünsche & Ideen von Seminarteilnehmer*innen einbezieht. Fragestellung der Sitzung: Wie können wir mit unseren Seminarergebnissen unserem Ziel d.h. der Formulierung der Richtlinien für die Ausschreibung eines Denk-/Mahnmals zur Kolonialgeschichte Deutschlands näher kommen?

Mit: Kristina Leko, Yonas Endrias und allen Teilnehmer*innen.

12. Termin: Film Präsentation „Le Capitain Thomas Sankara“
Mittwoch 17.01.2018, 18-21 Uhr

Im heutigen Seminar wird es eine kurze Einleitung zu Thomas Sankara mit anschließendem Film und Diskussion geben.

Mit Clément Drabo und allen Teilnehmer*innen

13. Termin: Potentiale & Funktionen der Gedenkstätten in verschiedenen Communities: Am Beispiel der Maya in Guatelmala & dem Howes Park Civil Rights Tribute in Boston
Mittwoch 24.01.2018, 18-21 Uhr

Im heutigen Seminar erwarten uns zwei Skype Vorträge mit Maria Aguilar Velasquez (Historikerin und Aktivistin) und Dr. Christina Lanzl (Koordinatorin des Howes-Park-Projekts in Boston). Ziel der Sitzung ist es, zu sehen welche Potentiale Gedenkstätten haben die „von untern“ in Communities entstehen und welche Verhältnisse dabei zu Verwaltungsstrukturen geschaffen werden. Welche Spielräume gibt es und was ist zu beachten?

Mit: Maria Aguilar Velasquez, Dr. Christina Lanzl und allen Teilnehmer*innen.

14. Termin: Gedenkmarsch – Abend zu einem Afrikanischen Denkmal in Berlin
Mittwoch 31.01.2018, 18-21 Uhr

Um als Seminar unseren praktischen Beitrag zum Thema zu leisten, werden wir in einem Austausch mit Moctar Kamara und weiteren Anwesenden, darüber sprechen und anschließend entscheiden, wie wir unseren Unterstützungswunsch für den Gedenkmarsch verwirklichen können. (Concept Mapping, Plan)

Mit: Moctar Kamara (Vorsitzender Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland e.V., langjähriger Aktivist für Menschenrechte sowie für die Errichtung eines Afrikanischen Denkmals in Berlin) und allen Teilnehmer*innen.

15. Termin: Educational & Political Potential of Cultural & Artistic Festivals – talk /lecture by Karina Griffith (English)
Mittwoch 07.02.2018, 18-21 Uhr

Based on her previous curatorial work in which she used the form of a theater festival to stimulate and push borders of political and social visions related to postcolonial human condition, in her talk Karina Griffith will examine potentials of festival formats. 

With: Karina Griffith, CA/DE, artist, filmmaker & curator, recently curator of REPUBLIK REPAIR FESTIVAL in Ballhaus Naunynstraße und allen Teilnehmer*innen.

16. Termin: Visionen eines Denk-/Mahnmals – ein Gespräch mit Mansour Ciss Kanakassy und Arlette-Loiuse Ndakoze
Mittwoch 14.02.2018, 18-21 Uhr

Mansour Ciss Kanakassy, Konzeptkünstler, bildender Künstler. Seit 2001 arbeitet er u.a. im Rahmen des künstlerischen Modellprojekts „Laboratoire de Déberlinisation“ an einer neuen Währung für den gesamten afrikanischen Kontinent, dem Afro.
Arlette-Loiuse Ndakoze ist Frankreichwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Philosophie und Literatur und den Nebenfächern Geschichte und Jura. Als freie Journalistin blickt sie auf die politischen, künstlerischen und intellektuellen Bewegungen in Ruanda und anderen afrikanischen Ländern. Darüberhinaus ist Arlette-Louise Ndakoze als Schriftstellerin tätig und publiziert regelmäßig in der Literaturzeitschrift Perspektive (Graz)

Das Gespräch ist als erstes Gespräch einer Reihe geplant, in welcher Künstler*innen Afrikanischer Herkunft und verschiedener künstlerischer Ansätze auf das Thema Erinnerung des deutschen Kolonialismus in einem spontanen dialogischen Austausch eingehen werden. Neue (adhoc) Visionen eines möglichen Denk-/Mahnmals sowie spontanes Denken sollen hier zum Ausdruck kommen. Die Gespräche werden dokumentiert, autorisiert und als Beitrag zur öffentlichen Diskussion zum Thema archiviert. Die Studierenden können sich an der Nachbereitung beteiligen. Die Gesprächsreihe wird im Sommersemester 2018 fortgesetzt, folgende Termine sind geplant: 2. Mai, 6. Juni & 4. Juli